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Weihnachtskonzert am 28.12.2008

Bericht Saarbrücker Zeitung vom 03.01.2009

Von Joseph Haydn bis John Lennon

In Bliesen erfreuten der Chor „VielHarmonie“, der Jugend- und der Kinderchor 450 Zuhörer in der Pfarrkirche

Ganz im Zeichen der Weihnachtszeit stand das Konzert, zu dem die „VielHarmonie“ am Sonntag in die Pfarrkirche St. Remigius eingeladen hatte. Das Gotteshaus war nur mit Kerzen ausgeleuchtet, und es herrschte eine weihevolle Stimmung.

Bliesen. „Ein Kindlein ward geboren.“ Der alte Chorsatz von Ignaz Reimann leitete am Sonntag nicht nur das Weihnachtskonzert der „VielHarmonie“ unter der Leitung von Christoph Demuth in der Bliesener Pfarrkirche ein. Er lieferte auch das Thema für die 17 Beiträge der drei Chöre: Freude über die Geburt Jesu, Lobgesänge über sein Kommen in die Welt. Die 450 Zuhörer lauschten mit Hingabe der Viel- Harmonie, ihrem Jugendchor und den Allerkleinsten im Kinderchor. Sie singen derzeit noch unter dem Dach des Männergesangvereins und werden ab Januar von der VielHarmonie übernommen Ungekünstelt trugen die Jungen und Mädchen vier Liedsätze vor, unter ihnen auch das fröhlich-bewegte Lied von „Aaron, dem kleinen Esel“.

Dass der Jugendchor in diesem Jahr den ersten Platz beim Kinder- und Jugendchorwettbewerb des Clubs der SR-Freunde belegt hatte, merkten die Zuhörer ihrem Gesang an. Am bekanntesten war dabei „The little drummer boy“ („Der kleine Trommler“). Vielen Hörern war aber auch John Lennons „And so this is Christmas“ ein Begriff.

Mitten in die Klangfülle von Joseph Haydns Werken griff die VielHarmonie als sie Teile aus der „Missa brevis Sti Joannis de Deo“ sang. Auffallend war dabei die Kürze des „Gloria“, weil jede der vier Stimmen ihren eigenen Textteil sang und schon nach einer knappen Minute das Amen den Satz beendete. „Dieses kürzeste Gloria ist noch die Urfassung“, erläuterte Dirigent Christoph Demuth.

Dem Satz „Die Himmelsjungfrau gnadenvoll“ aus Giuseppe Verdis „Die Macht des Schicksals“ folgte das „Omnes de Saba venient“ von Josef Eybler (1765- 1846). Der Chorsatz lehnt sich an Verse des Propheten Jesaja an, in denen es heißt „Alle kommen von Saba“ und die von der Erscheinung des Herrn erzählen. Am Ende des Chorblocks bewies die VielHarmonie mit „Die Himmel erzählen“ aus Haydns Schöpfung noch einmal ihr ganzes Können und ihr hohes gesangliches Niveau.

Abschluss mit 80 Stimmen

Alle Chöre vereinten sich am Ende mit ihren 80 Stimmen zu dem gefühlvollen „Heut’ ist Weihnachtstag“. Als Zugabe hätte natürlich nichts besser gepasst als ein weiteres Weihnachtslied. Manuel Horras (Tenor), Katharina Saar (Querflöte) und ein Orchester gestalteten das sorgfältig zusammengestellte Programm mit.

„Ein solches Konzert beschert Momente des Innehaltens“, sagte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Bernhard Trapp. Trapp lobte die gute Nachwuchsarbeit von Christoph Demuth, der mit der richtigen Ansprache und mit interessanter Chorliteratur einen lebendigen Gesang hervorbrächte. Die Besucher spendeten nicht nur reichlich Beifall. Sie legten auch Münzen und Scheine in die Körbchen und leisteten damit einen Beitrag für den Erhalt des Bliestaldomes.